Schnuggeld

Training: Work hard, play hard!

Ich trainierte immer Vormittags / Mittags im Fitnessstudio. Inzwischen nicht mehr. Warum? Einfach, weil mich ein Punkt genervt hat. Diese mitleidigen Blicke und blöden Anmerkungen von "Mittrainierenden". Oh Gott, die schwitzt ja! So könnte man all diese zusammenfassen. Ja, ich weiss, es ist verrückt - beim Sport schwitzen, sich richtig verausgaben, warum macht man denn auch sowas. Man soll doch schön in seinem Wohlfühlpulsbereich trainieren, dann schmilzen doch die Fettpolster dahin. Ha! Als ob diese Damen in den letzten 5 Jahren auch nur ein bisschen was abgenommen hätten mit dieser Taktik. Und dennoch nehmen sie sich diese Kritik heraus. Anstatt sich selbst mal zu hinterfragen. Sich die Mühe zu machen ihr eigenes Tun in Frage zu stellen.

Zugegeben, andere kümmert solche Menschen nicht. Mich eigentlich auch nicht sonderlich, auf Diskussionen habe ich mich im Studio schon längst nicht mehr eingelassen. Es nützt nichts. Manche verstehen das Prinzip, können die Logik nachvollziehen dass ein intensives, dafür kürzeres Training weitaus mehr bringt als dieses teils stundenlange moderate Ausdauertraining. Doch Erkenntnis ist noch lange kein Grund selbst etwas an seiner Trainingsmethode zu ändern. Einfach deshalb weil es ja ganz schön anstrengend wäre.

Inzwischen trainiere ich nicht mehr im Studio. Dies hat mehrere Gründe, vor allem entspricht deren Angebot nicht mehr meinen Bedürfnissen. Aber auch der Faktor Zeit spielt in diese Entscheidung mit ein. Dazu gehören eben auch jene Menschen, die mich immer wieder Zeit gekostet haben. Indem sie mich während und nach meinem Training vollquatschten, gerne auch ungefragt. Da setzt man sich schon den Kopfhörer auf, dreht die Musik voll auf um von anderen Unterhaltungen während des Trainings möglichst wenig mitzubekommen. Und wird dennoch zum Mitreden aufgefordert, manchmal sogar mit wilden Fuchtelbewegungen ... 

Schwamm drüber, jetzt trainiere ich zu Hause. Mit meinem eigenen Trainingsplan, in meinem eigenen Tempo. Und da kann ich die Musik aufdrehen wie ich möchte. Schön, wenn man keine Nachbarn hat. Und das Telefon vor lauter Musik nicht mehr hört. So kann man - quasi in aller Ruhe - sein Training durchziehen. Schwitzen wie man möchte. Sich nach dem Workout erschöpft auf den Boden legen. Höchstens der Hund schaut ein bisschen dümmlich aus der Wäsche, kurz bevor er einen Kuschelangriff startet. Super, Hundehaare und verschwitzte Haut verbinden sich ganz toll miteinander. Egal, schließlich habe ich ja jetzt auch wieder beim Duschen meine Ruhe.